Centro richtet Gabenzaun / Foodsharing-Punkt ein

Corona trifft uns alle, aber einige mehr als andere. Deswegen hat das Centro (Alt-Rödelheim 6) einen Gabenzaun / Foodsharing-Punkt eingerichteht, um wenigstens in dringenden Notsituationen helfen.

🎒 Das Angebot richtet sich an Menschen, für die es jetzt durch Corona noch schwieriger geworden ist sich mit dem Nötigsten zu versorgen. Menschen ohne Wohnung, Menschen ohne gesicherten Aufenthalt etc. Grundsätzlich kann sich jede Person hier etwas nehmen, die gerade nicht das Geld hat, um die Sachen zu kaufen.

😷 Bitte tragt beim Einkaufen und Verpacken der Dinge, die ihr spenden wollt, Einweghandschuhe. Verpackt die Dinge, die ihr spenden wollt in transparente Plastiktüten, die ihr gegebenenfalls zusätzlich von außen beschriftet.

🤔 Die Pandemie trifft nicht »die Schwächsten einer Gesellschaft«, sondern die ältesten, kranken und maßgeblich armen Menschen. Dass es überhaupt in einer so reichen Gesellschaft wie der deutschen seit den 90er Jahren Tafeln braucht, um 1 Mio. Menschen zu ernähren, halten wir für einen Skandal – der sich jetzt zuspitzt. Wir setzen uns für eine soziale, solidarische Gesellschaft ein, in der es Abgaben von anderen lieben Nachbar*innen nicht mehr braucht, weil der soziale Unterschied von Arm und Reich abgeschafft ist. Wir fordern soziale Maßnahmen für Gesundheit, Unterbringung und medizinische Versorgung für alle und setzen uns daher für die #Enteignung von Reichtum ein.

Infos über den Gabenzaun (Bild der PDF-Datei)
Dieses Dokument kann auch als PDF-Dokument heruntergeladen werden. (siehe Link über dem Bild)

Schutz vor Corona braucht ein Zuhause! Fenster- und Online-Demonstration zum #HousingActionDay2020 am 28. März in Frankfurt

Am Samstag, 28. März sollte unter dem Motto „Wohnen für Menschen statt für Profite“ in ganz Europa der #HousingActionDay2020 stattfinden – auch in Frankfurt. Unsere geplante Fahrraddemo und die Aktionen müssen wir jetzt leider verschieben. Gerade in Zeiten von Corona sind unsere Solidarität und unser Kampf für das Recht auf eine Stadt, in der alle gut und sicher wohnen können, aber wichtiger denn je. Deshalb unser Aufruf:
Macht eure Forderungen sichtbar – offline und online. Hängt Transparente, Banner und Plakate aus euren Fenstern und Balkonen. Markiert (Luxus-)Leerstand in eurer Nachbarschaft – auch zu zweit lässt sich einiges bewegen. Schreibt eure Forderungen auf und macht Selfies. Produziert Bilder, Texte und Videos von diesen Aktionen und schickt sie uns bis Samstag, 14 Uhr per Email an abg_kampagne@riseup.net und postet sie unter den Hashtags #HousingActionDay2020 #togetheragainstcorona und #HousingActionDayFFM bei Social Media. Damit solidarisieren wir uns auch mit unseren Bündnispartner*innen europaweit und lassen alle wissen: Die Wohnungskrise verschärft sich, aber wir lassen in unserem Protest nicht nach.

Die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig Wohnraum als Schutzraum ist. Am schlechtesten vor einer Infizierung schützen können sich Obdachlose und Geflüchtete, die auf der Straße oder in beengten Gemeinschaftsunterkünften leben, mangelhafte Hygienebedingungen und fehlende medizinische Versorgung oftmals inbegriffen. Schon jetzt verlieren Menschen ihre Jobs, haben mit Kurzarbeit geringere Einkommen oder sind als kleine Selbstständige, freiberuflich Tätige, Kulturschaffende oder Kleingewerbetreibende in akuter Notlage. Damit wird sich auch die Wohnungskrise verschärfen. Es drohen: Kündigungen und Zwangsräumungen, Strom- und Wassersperren, Schließung von Kultureinrichtungen und Kneipen oder Zwangsversteigerungen. Besonders in Krisenzeiten gilt für uns einmal mehr: Wohnraum ist keine Ware! Wohnen ist Menschenrecht!

Wir solidarisieren uns mit allen, die erkrankt sind oder zu Risikogruppen gehören. Dies sind oft dieselben, die unter Armut, prekären Beschäftigungsverhältnissen oder Wohnungslosigkeit leiden. Wir solidarisieren uns auch mit allen Menschen, die ihre Einkommensquelle verloren haben und deren Existenz bedroht ist.
Um Wohnungsverluste zu verhindern, existenziellen Ruin abzuwehren und gesundheitlichen Schutz zu sichern, fordern wir als Sofortmaßnahmen:

  • Stopp von Räumungsklagen und Zwangsräumungen!
  • Keine Energie- und Wassersperren!
  • Moratorium für Mietzahlungen, Erlass von Mietschulden und Renditeverzicht!
  • Mietendeckel und Mieterhöhungstopp!
  • Moratorium für Hypothekenzahlungen!
  • Sofortiger Stopp von Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten im Bestand
  • Verlängerung aller auslaufenden Sozialbindungen
  • Auflösung von Sammelunterkünften wie Lagern und die menschenwürdige Unterbringung!
  • Beschlagnahmung von leerstehenden Wohnungen sowie Ferienwohnungen!
  • Legalisierung von Besetzungen leerstehender Wohnungen und Häuser!
  • Solidarfonds für Kleingewerbetreibende, Freiberufler_innen, Kultur- und soziale Einrichtungen!
  • Bedingungsloses Grundeinkommen für 6 Monate!

Auch bei einem Kontaktverbot können wir handeln und uns wehren! Unsere Housing Action Day-Vernetzung kämpft weiter. Europaweit. Es gibt Lösungen, um Menschen zu schützen und zu helfen. Wir müssen sie nur durchsetzen. Kämpft mit uns und organisiert euch!

Solidarisch trotz Corona – Stadt für Alle!
Mehr Infos unter https://www.stadt-fuer-alle.net/ und https://www.housing-action-day.net/

Eine Initiative der Kampagne »Eine Stadt für Alle! Wem gehört die ABG?«

Unterstützer*innen:

  • Anarchistische Bewegungsinitiative (IABF)
  • Begegnen in Bockenheim
  • Centro Rödelheim
  • Förderverein Roma e.V.
  • Fridays for Future Frankfurt
  • Initiative Zukunft Bockenheim
  • Interventionistische Linke Frankfurt
  • Mietentscheid Frankfurt
  • Mieter helfen Mietern Frankfurt e.V.
  • Mieterinitiativen Knorrstraße und Wallauer Straße
  • Nachbarschaftsinitiative Nordend-Bornheim-Ostend (NBO)
  • Ofbase
  • Offenes Haus der Kulturen
  • Project Shelter
  • Solidarisches Gallus
  • Solidarity City Frankfurt

Centro startet Nachbarschaftshilfe-Hotline für Rödelheim

Liebe Nachbar*innen,

leider haben wir nochmals etwas länger gebraucht, um die Solidaritätsstruktur für Rödelheim vorzubereiten, aber nun sind wir soweit und werden ab jetzt damit starten! Unsere Solidarität kennt keine Ausgrenzung. Rassismus, Antisemitismus oder sexistische Diskriminierung hat hier keinen Platz!

Für alle, die Hilfe benötigen:

Ihr könnt jederzeit die Nummer 069 348690631 anrufen und auf den Anrufbeantworter sprechen. Zwischen 17 und 19 Uhr wird das Telefon betreut und ihr könnt direkt mit uns telefonieren (bzw. wir rufen euch in diesem Zeitraum zurück). Bei Anrufen bräuchten wir folgende Infos von euch: Ihren vollen Name und ihre Adresse. Wie geht es ihnen? Welche Hilfe brauchen Sie bis wann? Ihre eigene Telefonnummer.

Für alle, die Hilfe anbieten:

Wenn ihr helfen, wollt meldet euch bitte unter corona-soli-roedelheim@systemli.org. Hierbei sollt ihr bitte eurenvollen Namen, Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum und Fremdsprachen angeben. Meldet euch nur, wenn ihr dauerhaft einer Person einer Risikogruppe helfen könnt und in Rödelheim wohnt. Wir versuchen größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, damit niemand die schwierige Situation von Menschen aus einer Risikogruppe ausnutzen kann und versuchen das wie in folgendem Dokument beschrieben sicherzustellen. Daher kann es ein paar Tage dauern, bis ihr konkret helfen könnt.

Euer Centroplenum
Bleibt zuhause und ruhig.
Fasst euch nicht ins Gesicht.
Kümmert euch um Leute in eurem Haus.
Niemand bleibt zurück!
Hoch die Solidarität!

Centro richtet Nachbarschaftshilfe-Hotline ein

Liebe Nachbar*innen,

das Centro-Kollektiv hat in den letzten drei Tagen angesichts des Corona-Virus und der dadurch bedingten Einschränkung des sozialen Lebens eine nachbarschaftliche Solidaritätsstruktur erarbeitet. Diese Struktur will Unterstützung für alle Mitglieder einer Risikogruppe organisieren, die nicht bereits solidarisch von Nachbar*innen aus ihrem Haus unterstützt werden! Dabei geht es maßgeblich um Einkäufe und Botengänge oder mit dem Hund Gassigehen.

⌚️ Aktuell brauchen wir weiterhin Zeit bis morgen, um unsere Hotline für die Risikomenschen technisch zu perfektionieren. Es ist keine Zeit für Schnellschüsse jeglicher Art oder Panik.

🤓 An alle, die bislang unbekannte Nachbar*innen unterstützten wollen und noch Kapazitäten frei haben, um sich fest und kontinuierlich um einen Menschen aus der Nachbarschaft zu kümmern, haben wir heute unsere erklärende Grafik hochgeladen. Morgen folgen daraufhin erklärende Texte, die das Vorgehen explizieren und unsere Hotline veröffentlichen.

☝️Für alle, die also Teil unseres Pat*innensystem werden wollen, bitten wir eine Mail an: corona-soli-roedelheim@systemli.org – Hierbei sollt ihr bitte euren vollen Namen, Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum und Fremdsprachen angeben. Meldet euch nur, wenn ihr dauerhaft einer Person einer Risikogruppe helfen könnt und in Rödelheim wohnt. Wir versuchen größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, damit niemand die schwierige Situation von Menschen aus einer Risikogruppe ausnutzen kann. Daher nehmt euch Zeit und wartet unsere folgenden Informationstexte ab!

Euer Centroplenum

Bleibt zuhause und ruhig.
Fasst euch nicht ins Gesicht.
Kümmert euch um Leute in eurem Haus.
Hoch die Solidarität!

Politischer Jahresrückblick 2019 und Danksagung des Centros

2019 wirkte die Welt wie bereits in den Vorjahren wie aus den Fugen geraten. Nach einem Jahrzehnt der weltweiten kapitalistischen Vielfachkrise und einem fehlenden, neuen Regulationsmodell, dominiert unter den Regierenden alternativlos die neoliberale Parole des »Weiter so!«. Global wurden liberale Freiheitsrechte und soziale Sicherungen weiter eingedampft, um autoritär die bestehende Ordnung zu sichern. Wir leben in einer Zeit der Zunahme kapitalistischer Gesellschaften, die sich der liberalen Demokratie zum Wohle der Profitmaximierung schlicht entledigt haben. Die zwischenstaatliche Konkurrenz provoziert protektionistische Abschottungsphantasien und Nationalismen. In Deutschland sitzt die AfD inzwischen in allen bundesdeutschen Landesparlamenten. Die CDU diskutiert derweil, ob sie mit der AfD verhandelt und setzt dabei – begründet auf dem Extremismusmodell – die Sozialdemokrat*innen der Partei DIE LINKE mit den Faschist*innen der AfD gleich; und das obwohl die deutsche CDU mit Walter Lübcke inzwischen ein reeles Opfer zu beklagen hat. So wird die dumme wie gefährliche Ideologie der Extremismustheorie zunehmend zu einem zentralen Herrschaftsinstrument.

Die Zunahme rechtskonservativer bis faschistischer Parteien, die Dominanz rechter und rassistischer Argumentationsfiguren im öffentlichen Raum und ihre Verankerung im Recht hinterlässt deutliche Spuren auf dem ganzen Globus: Seenorrettung wurde im europäischen Mittelmeer als Straftat deklariert, an den europäischen Außengrenzen wurde auf Geflüchtete geschossen. Antifeministische und homofeindliche Regierungen schränken Rechte auf weibliche und geschlechtliche Selbstbestimmung weiter ein. Die militärischen Angriffe der Türkei auf Rojava in Nordsyrien und im Irak, in Kooperation mit djihadistischen Milizen, haben eines der lebendigsten Emanzipationsprojekte im Nahen und Mittleren Osten einen kräftigen Rückschlag verpasst. Faschistische Bewegungen bekommen weiterhin vielerorts Applaus. In Deutschland ist die Bedrohung durch den Rechtsterrorismus überwältigend. In den Staatsapparaten von Militär, Verfassungsschutz und Polizei existiert offenkundig ein ausdifferneziertes und vielschichtiges Schattennetzwerk. Gleichzeitig erleben wir neuere Formen des individualisierten Rechtsterrorismus, wie der antisemitische, rassistische und antifeministische Anschlag von Halle zeigt. In Frankfurt wurde die Gefährlichkeit solcher Netzwerke mit dem zögerlichen Handeln der Polizei angesichts zahlreicher Brandstiftungen gegen linke (Wohn)-Projekte und das Auffliegen des NSU 2.0 Netzwerkes mit Mitgliedern in den Reihen der Beamt*innen vom ersten Revier mehr als deutlich. Während der VVN.BdA seineGemeinnützigkeit abgesprochen bekommen hat und somit kurz vor dem faktischen Aus steht, existieren extrem Rechte Plattformen wie der Uniter e.V. weiterhin als gemeinnütziger Verein. Und während es in Brasilien und Australien brennt, der Meeresspiegel durch das Abschmelzen der Pole und der Gletscher im Himalaya steigt und gleichzeitig das Trinkwasser in Indien und anderen Regionen Asiens rar wird, scheitert der UN-Klimagipfel an kapitalistischen und nationalistischen Interessen der hegemonialen Industrienationen.

Die Politik in Deutschand zeigt, dass die Lobby etwa der nationalistischen und chauvinistischen Autoindustrie weiter stärker ist, als die Forderungen einer immer breiter werdenden Protestbewegung, die sich für ein Ende des Wachstumsglaubens und eine radikale Verkehrswende einsetzt.

Doch das Jahr 2019 ist ebenfalls ein Jahr gewesen, das rückblickend vielleicht als Wendepunkt anzusehen ist. Die Schere zwischen arm und reich, der Grad des gesellschaftlichen Möglichkeitspotentials und der realen Wirklicheit, die Polarisierung in den Gesellschaften ist inzwischen so weit, dass sich die verschiedensten emanzipatorischen Kräfte gefunden und verbunden haben.

Das Jahr 2019 ist das Jahr der quantitativ stärksten Entwicklung von Streiks, Aufständen bis hin zu Revolten seit 1968. Von Südamerika bis Europa und weiter in den Nahen Osten bis nach Hongkong setzen emanzipatorische Bewegungen die Regierungen so sehr unter Druck, dass sie fliehen müssen. Die Fridays-for-future-Bewegung hat nach über einem Jahr der Bestreikung des Schulunterrichts eine unglaubliche Kraft aufgenommen. Die vielerorts zu beobachtende Politisierung der Schulen ist traumhaft. Über 1.4 Mio Demonstrationsteilnehmer*innen gingen für eine andere Welt ohne Ausbeutung von Natur und Mensch auf die Straße. »Ende Gelände« organisierte einen enormen Widerstand gegen das RWE-Kapital. In Frankfurt blockierten über 20.000 Menschen die IAA und griffen damit direkt das Automobil-Kapital an. Parallel dazu wurde in Berlin nach Jahren der Mietkämpfe ein Mietendeckel beschlossen und über die Enteignung von Immobilienfirmen diskutiert. Wir können nur hoffen, dass die jungen ökologischen, feministischen, migrantischen und sozialistischen Bewegungen näher zusammenrücken, voneinander lernen und dadurch eine ernsthafte Alternative anbieten. Nicht ein grüner, pinker oder sozialerer Kapitalismus steht zur Debatte: Sie wollen eine alternative Gesellschaftsform. So langsam begreifen mehr und mehr Menschen in den entfachten Kämpfen, dass es nicht nur um unsere Reproduktionsbedingungen als Individuen, sondern um die Menschheit im Ganzen geht. In den Kämpfen erlernen die Menschen einen neuen Bezug zueinandern, der die Unterschiedlichkeit der Menschen mit ihren Bedürfnissen ins Zentrum stellt. Es entstehen neue Austauschorte wie an den Kreisverkehren in Frankreich oder auf den spanischen Assambleas (Stadtteilversammlungen). Die Menschen stellen sich selbst, die bewusste Solidarität und Kollektivität über eine technische Rationalität, die nur dem individuellen Vorteil dient. Die Menschen merken vielerorts, dass Mitmenschen Garant für ein gutes Leben und nicht Bedrohung desselben sind, wie es uns reaktionäre Akteure mit ihren Angst- und Feindbildern glauben machen wollen.

Wir als soziales Zentrum, als kleiner Organisationsansatz in Rödelheim blicken daher ambivalent auf das Jahr zurück und sind gleichzeitig hoffnungsvoll für das kommende. In Rödelheim zeigen sich i.T. diese großen Entwicklungen. Die Gentrifizierung und somit Vertreibung von Menschen mit geringen finanziellen Mitteln schreitet weiter voran und ist exemplarisch am Rödelheimer Hochhaus zu beobachten. Allein der Quadratmeterpreis ist in den letzten drei Jahren bei uns um mehr als 6% gestiegen, während sich nur bestimmte Löhne gleichzeitig erhöhen. Auch in Rödelheim verlieren Menschen ihre Wohnung. Diese zunächst abstrakte Entwicklung forderte hier ein konkretes, menschliches Opfer: Gažik verstarb am 9./10.Oktober vor der Sparkasse. Und auch im »Stadtteil ohne Rassismus« wurde zur Europawahl die rassistische AfD mit 7% gewählt und es ereigneten sich im Jahreswechsel gleich an zwei Orten Brandanschläge gegen linke Häuser. Frankfurt wurde Schauplatz des NSU 2.0, was uns gelinde gesagt verunsicherte.

Um diesen Entwicklungen etwas entgegen zu setzen, haben wir in diesem Jahr über 80 Veranstaltungen organisiert. Wir hatten Diskussionsveranstaltungen, Flohmärkte, Kinoabende, Koch- und Barabende, Workshops, die bei uns im Centro stattfanden. Gemeinsam haben wir (Kinder-)Geburtstage gefeiert und Demos organisiert und unterstützt. Beim Rödelheimer Parkfest waren wir ebenso dabei wie bei der Rödelheimer Musiknacht, der IAA-Fahrraddemo oder dem Gedenken zum 9. November. Bei uns haben über 100 Plena von selbstorganisierten Gruppen verschiedenster Richtungen stattgefunden. Die Eltern-Kind-Vernetzung ist ebenfalls dieses Jahr gewachsen. Wir als Kollektiv haben unsere Strukturen ausgebaut und sind in dem was wir tun qualitativ besser und demokratischer geworden. Wir sind zusammengewachsen und sogar auch mehr Menschen geworden. Es gibt für uns 2020 wahnsinnig viel zu tun und wir werden langsam aber sicher besser in dem, was wir tun. Es geht weiter mit der lokalen und überregionalen Vernetzung, dem #Mietenwahnsinn und der Selbstorganisation!

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an alle unsere 60 Supporter*innen, die uns finanziell, mit Tatkraft, Ideen und manchmal einfach mit einem guten Wort beraten haben. Vielen Dank an alle, die uns kritisieren und solidarisch unsere Praxis kommentieren, damit wir besser werden können. Vielen Dank an alle, die unser Angebot zur Selbstorganisierung annehmen und sich auf ihre ganz eigene Weise einbringen und das Centro als Vernetzungs- und Treffpunkt zu dem machen, was es ist. Ohne euch hätte all das nicht stattfinden können. Vielen Dank an unsere Nachbar*innen, die auch mal ein Auge zudrücken, wenns lauter und voller bei uns wurde und uns in unserem Tun bestärken. Besten Dank an die Freund*innen vom Klapperfeld, dem Exzess, der Raumstation, der AU, dem Synnika, OfBase, K&P, den verschiedenen Solidarischgruppen, dem roten Stern, den vielen Antifaschist*innen, dem Rödelheimer Geschichtsverein, der Friedensinitiative Rödelheim und den vielen mehr, die wir hier vergessen haben.

Hoch die revolutionäre Solidarität!

(Bild: ABCPilbara https://www.facebook.com/ABCPilbara/photos/a.10151775801736811/10156674692591811/?type=3&__xts__%5B0%5D=68.ARCIkpmxCgsZ6Rad9wt3sNGsCnMdWAeJprdezn6BhglrzgrTsOv07xK2mllyYgoRhuHHNHAuFB_OSKjSY67vB9y1ns4PXRfqhno07AOjDSiEsUf7GkwF5YGUlPmDB0AqD4ExxiPUB0TckeoxWUNI3bNpIA69ni1UGU5vnMnqkldxxMpdt2YLUh4LPgpr8cw5vBvY6rZJ6p8l3ATXZRXW5qwq_EJBV0toSBvKbniv-GuCdsJvCihGsi-ihyRZFHI2GObNYSQHEOPsSasAgggExEuEkThqG9cOgMWs8X2ivoEl6eu7R7y5XVUWYpPVivnw05nHzQKz9uLoQOxtGF6-&__tn__=-R)